Die Kaution ist ein nötiges Übel, das durch die Freude über die neue Wohnung meist schnell in den Hintergrund rückt. Wenn es Probleme gibt, dann am Ende der Mietdauer, bei der Rückzahlung. Hier findest du alles, was du wissen musst um die gesamte Kaution zurückzubekommen.

Kaution - warum eigentlich?


Die Kaution ist eine Sicherheitsleistung an den Vermieter, auf die er zurückgreifen kann, wenn der Mieter Schwierigkeiten hat, seine Miete pünktlich zu bezahlen. Das Geld ist auch dazu gedacht, Schäden zu beheben, die vom Mieter verursacht wurden.

Wie hoch ist zu hoch?


Die Maximalhöhe der Summe, die der Vermieter als Kaution einfordern darf, liegt bei sechs Bruttomonatsmieten. In der Praxis ist eine Kaution in der Höhe von drei Bruttomonatsmieten üblich. Diese wird bar, auf einem Sparbuch oder in der Form einer Bankgarantie übergeben und muss verzinst angelegt werden, damit sie über die Jahre nicht an Wert verliert.

Wann bekomme ich mein Geld zurück?


Der Vermieter ist dazu verpflichtet, die Kaution gleich nach der Wohnungsübergabe zurückzuzahlen. Tut er das nicht, kann die Summe noch 30 Jahre lang gerichtlich eingefordert werden. Achtung: Bei einer Rückforderung einer Kautionssumme, die zu hoch, also höher als sechs Monatsmieten war, gilt eine Frist von zehn Jahren ab Zahlung.  

Streitpunkt “normale Abnützung”


Wird die Wohnung “besenrein”, das heißt sauber und frei von beweglichen Gegenständen übergeben, zahlt der Vermieter die gesamte Kautionssumme zurück. Zu Diskussionen kommt es allerdings häufig, wenn es darum geht, ob entstandene Gebrauchsspuren über der “normalen Abnützung” liegen. Dabei kann man sich an Richtwerten orientieren, die zur durchschnittlichen Lebensdauer von Einrichtung festgelegt sind. So gilt zum Beispiel, dass Parkett nach 20 Jahren zweimal abgeschliffen und neu versiegelt werden sollte. Kratzer und Schäden die bei dieser Routine durch den Vermieter ohnehin ausgebessert werden, dürfen daher nicht dem Mieter verrechnet werden.

Sinnvolle Beweissicherung


Damit du bei Diskussionen beweisen kannst, welche Schäden und Veränderungen durch dich entstanden sind und welche schon vorher da waren, solltest du schon beim Einzug eine Bestandsaufnahme machen. Fotografiere jeden Raum und auch Details. Markiere auf einem Grundriss sorgfältig, wo kleine Schäden oder auffällige Stellen sind, die später zu Diskussionen führen könnten.

Beachtest du diese fünf Punkte, brauchst du dir keine Sorgen machen. Du weißt jetzt alles über die Kaution aber hast Fragen zur Provision? Kein Problem - hier ist unser Beitrag dazu.

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