Natürlich möchte dein potentieller neuer Vermieter bei der Besichtigung alles über dich erfahren. Werden die Fragen aber zu persönlich, darfst du auch gerne lügen.

Einkommen & Beruf


Beginnen wir mit dem Punkt, bei dem du am meisten preisgeben musst. Wenn der Vermieter fragt, welchen Beruf du ausübst und einen Lohnzettel sehen möchte, dann will er sich damit einen Überblick über deine finanzielle Situation machen. Das ist legitim, weil er damit herausfinden will, ob du in der Lage bist, monatlich deine Miete zu bezahlen.

Rein rechtlich bist du allerdings nicht verpflichtet, deine Einkommensverhältnisse offen zu legen. Ein mittlerweile gerne verwendetes Formular zur Selbstauskunft, musst du nicht zwingend ausfüllen. Sei dir aber bewusst, dass es nicht sehr vertrauenswürdig wirkt, wenn du gar nicht über Geld sprechen willst.

Wer wohnt denn aller hier?


Sei auch ehrlich, wenn der Vermieter danach fragt, wie viele Personen in dem Haushalt leben werden. Lässt du unangemeldete Untermieter einziehen, kann das Konsequenzen haben. Ob Nachwuchs auf dem Weg ist, geht den Vermieter allerdings nichts an.

Beten Sie regelmäßig?


Persönliche Fragen, die nichts mit dem Mietverhältnis zu tun haben, musst du nicht beantworten. Damit du keinen komplett zugeknöpften Eindruck machst, kannst du allerdings auch einfach eine Antwort erfinden, die den Vermieter glücklich macht. Siebt der Vermieter Bewerber nach Kriterien wie Religion, Nationalität, Hautfarbe, sexueller Neigung, Krankheiten oder persönlichen Vorlieben aus, fällt das ganz einfach unter Diskriminierung.

Aus dem Nähkästchen plaudern


Einige Vermieter wollen es ganz genau wissen und versuchen über deinen alten Vermieter mehr über dich herauszufinden. Bist du ein ruhiger Mieter, verlangst du häufig nach Reparaturen oder hast Probleme, pünktlich die Miete zu überweisen? Diese Vorgehensweise ist unzulässig.

Haben Sie mal eine Zigarette für mich?


Grundsätzlich hat der Vermieter nicht das Recht, dir das Rauchen in der Wohnung oder am Balkon zu verbieten. Also musst du auch bei diesem Punkt nicht wahrheitsgemäß antworten. Bist du allerdings ein starker Raucher und der Zigaretten-Geruch ist auch am Nachbarbalkon deutlich zu riechen, könnten deine Nachbarn die Belästigung melden. Sei daher einfach rücksichtsvoll, dann hast du nichts zu befürchten.

Haustiere


Formulierungen im Mietvertrag, die die Haltung von Haustieren allgemein verbieten, sind in Österreich unzulässig. Wenn du also deinem Vermieter verheimlichst, dass du deinen Hamster mit in die neue Wohnung nimmst, ist das in Ordnung. Solange dein tierischer Freund friedlich in seinem Käfig lebt, keine Nachbarn belästigt oder die Wohnung beschädigt, kann keiner etwas gegen ihn einwenden. An Verbote musst du dich allerdings halten, wenn sie eine spezifische Art oder Rasse ausschließen. Kampfhunde wären hier ein klassisches Beispiel.

Sei also selbstbewusst - eine Unterhaltung während einer Besichtigung ist kein Verhör, sondern ein Bewerbungsgespräch. Du kannst also ruhig hier und da ein bisschen was beschönigen, um deine Chancen zu erhöhen.

 

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